Die erste Weinernte

Wir haben mit dem Jahrgang 2017 den Probelauf gestartet. Mit einer sehr geringen Erntemenge, von nur 220 kg Weißburgunder und 360 kg Portugiesertrauben begannen wir unser Weinpilotprojekt in Berlin. Dabei half uns das Weingut Dr. Hage, Freyburg an der Saale mit seiner unschätzbaren Erfahrung und machte es überhaupt möglich uns einen Anfang zu gewährleisten, in dem wir unsere Technik, das Team und auch unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen konnten.

 

220 kg Weißburgunder uns 360 kg Portugiesertrauben. 580 kg Hoffnung. Die Basis für unsere erste Ernte. Mit Hilfe des Weinguts Dr. Hage, welches uns unglaublich viel Erfahrung zubrachte, konnten wir unser Team und unsere neue Technik auf die Probe stellen. Der Begin für den herausfordernden Jahrgang 2017.

 

Bis hierher war noch nicht klar, ob die Maschinen, Anschlüsse und die nötigen Handgriffe alle aufeinander abgestimmt waren oder vielleicht doch ein Planungsfehler vorlag. Nichts kann einem mehr Gewissheit geben, als die erfolgreiche praktische Umsetzung nach drei Jahren der Planung und Vorbereitung. Ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis, wenn der Mostvorlauf langsam aus der Kelter läuft und der süße Saft sich im Edelstahltank sammelt, ohne dass dabei auch nur ein wertvoller Tropfen verloren geht.

 

Mit der Ungewissheit im Nacken ob jedes Rädchen ins Andere greift, legten wir los. Ein Schritt nach dem Anderen, frei nach Konfuzius „Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern“. Drei Jahre Planung stellten uns sehr zuversichtlich gegenüber dem was kommen sollte.  Als die ersten Tropfen aus der Kelter liefen und sich entlang des blitzblanken Edelstahltanks nach unten rankten, machte sich ein unbeschreibliches Gefühl der Glückseligkeit in uns breit. Wein ist eben Leidenschaft.

 

Wir haben uns dafür entschieden den Jahrgang 2017 nicht zu vermarkten, NICHT weil er so schlecht geworden ist, sondern weil wir aufgrund der geringen Erntemenge, der besonderen Witterungslage des Jahrgangs 2017 und des hohen Aufwands uns dazu entschieden haben ihn für den Eigenverbrauch zu nutzen, und als besondere Erinnerung zu erhalten. ABER: Wir werden einen der drei Weinarten (Weiss-, Rose- Rotwein) die wir kreiert haben, im Spätherbst 2019 in die Vermarktung bringen. Wie es weitergeht, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag.

 

 

Dieser Jahrgang wurde von uns nicht vermarktet. Schwierigkeiten mit der Witterungslage, geringe Erntemenge und der enorm hohe Aufwand brachten uns zu der Entscheidung diese Tropfen nur für uns selbst zu nutzen. Unser heiliger Gral sozusagen. Da jedoch auch dieser geteilt wurde, entschieden wir uns dazu eine der drei Sorten im Spätherbst 2019 auf den Markt zu bringen. Ob rot, weiß oder rosé bleibt vorerst unser Geheimnis. Mehr dazu im nächsten Blogeintrag.

 

Daher gilt es alles auf eine Karte zu setzen und das ganze Herzblut in den Jahrgang 2018 zu legen. Denn hier beginnt die Geschichte der Weinmanufaktur Berlin auch für euch und ausgerechnet mit dem Jahrhundert Jahrgang 2018.  Diese Zeilen sind an alle unsere Weinfreaks, Weinfreunde, Weinbauern, Weinenthusiasten und Weinliebhaber die unsere Geschichte nicht zuletzt auch mit kritischen Stimmen verfolgen. Räumt mit euren Vorurteilen über den Weinanbau in Berlin-Brandenburg auf und lasst euch auf eine Weinreise mit uns ein. Denn wir bringen den regionalen Weinanbau verjüngt, aufgefrischt und neu interpretiert in eure Gläser.

 

Regionaler Weinanbau wird seit dem Jahr 2018 neu interpretiert. Wir stellen die Weichen neu und lassen jeden Zweifler wissen, dass die Weinmanufaktur Berlin ihre Weinreise begonnen hat. Berlin-Brandenburg hat von uns eine oenologische Verjüngungskur bekommen und das wollen wir in Form von 0,75 Liter Flaschen Hauptstadtwein beweisen.

 

Wir wollen beweisen das die Region Berlin-Brandenburg sehr wohl einen Salon fähigen Wein produzieren kann und sich auch national messen kann. Dafür haben wir natürlich die besten Lagen ausgewählt und dazu Top-Traubenmaterial verarbeitet. Alte Reben und Terassenlagen bis hin zu Steillagen haben wir aufgesucht und durch die enge Freundschaft zu zahlreichen Winzerkollegen im Berliner Umland, freuen wir uns darauf euch in der Muddastadt unseren Haupstadtwein zu präsentieren.

 

Beginnend mit einem Weißwein aus der Silvaner Traube, welche im Jahr 1926 gepflanzt wurde und zu der ältesten Pflanzung der nördlichen Hemisphäre gehört. Sind wir unseren Werten Treu und verfolgen wie unser Firmenname bereits verrät die Kunst des Weinmachens durch die Schöpfung von Hand.

 

Ausschließlich Alte Reben, Steillagen und Toptraubenmaterial wurden von uns verwendet, was nur durch die Freundschaft zu Winzerkollegen im Berliner Umland möglich war. Die Silvaner Traube, die Ihren Ursprung im Jahr 1926 findet, gab uns den ersten Saft für unseren Weißwein. Als Weinmanufaktur versteht es sich von selbst, dass wir mit einer schonenden Handlese begannen diese zu ernten. Jede Flasche ist ein Einzelstück und das sieht man auch auf dem Etikett. Nummeriert von 001 bis 999. Nur per Hand, nur von uns.

 

Das beginnt mit einer schonenden Handlese und hört bei der Weinproduktion nicht auf. Jede Flasche ist ein Einzelstück und darauf legen wir besonderen Wert. Wir wollen keine Fließbandproduktion, sondern ein authentisches Einzelstück, welches unseren Zeitgeist wiederspiegelt. Deshalb ist jede Flasche mit einer Seriennummer abgestempelt und jede Auflage ist von 001-999 limitiert. Dieser Wein soll der Auftakt werden für unsere Reise durch die Berliner Weinwelt und diese wollen wir mit unserem Produkt aufmischen.

 

Wir haben Trauben aus der Region verarbeitet, dabei sind wir natürlich geblieben, haben dem Wein Zeit zum reifen gegeben bevor er abgefüllt wurde, um ihn dann mit unserem Pionier Geist zu verkorken.

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